Diese seien seit Januar um 80 Prozent verringert worden, sagten am Freitag diplomatische Kreise unter Berufung auf den neuesten IAEA-Bericht. Zudem habe der Iran nicht weiter am umstrittenen Schwerwasserreaktor Arak gearbeitet. Teheran habe die IAEA auch über Sprengzünder informiert, die zum Bau von Kernwaffen verwendet werden können, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Vertreter Irans hätten bei Treffen Ende April und Anfang dieser Woche in Teheran "Informationen und Erklärungen" geliefert, hieß es weiter. Darunter auch solche zu speziellen Zündern, die für zivile Zwecke getestet worden sind. Dennoch seien noch viele Fragen speziell zu einer etwaigen militärischen Forschung in der Vergangenheit zu klären. Die IAEA besteht auf einer genauen Begehung des Militärkomplexes Parchin, wo es Forschungen an atomaren Sprengköpfen gegeben haben soll. Zur weiteren Klärung wurde in dieser Woche ein fünf Maßnahmen umfassendes Paket zwischen der IAEA und dem Iran vereinbart. Die IAEA begleitet mit ihren Inspektionen die politischen Gespräche zwischen den UN-Vetomächten sowie Deutschland (5+1-Gruppe) mit Teheran. Dort wird eine endgültige Lösung zur Beilegung des jahrelangen Streits erreicht werden. Die Verhandlungen bauen auf einem Ende November geschlossenen Interimsabkommen auf, das zunächst bis 20. Juli läuft.